termine


2020


Samstag, 10. Oktober 2020

20:00 Uhr

Fischen

Evangelische Kirche


Sonntag, 19. Jänner 2020

17:00 Uhr

Oberstdorf

Evangelische Kirche

 

Mit Mut und Freude am Experiment

Wie das Trio "Quo Vadis" in Oberstdorf überrascht

von Markus Noichl

 

Oberstdorf In der ungewöhnlichen Besetzung mit Klarinette, Horn und Fagott war das Trio "Quo Vadis" in der evangelischen Christuskirche in Oberstdorf zu hören. Dass die Drei überhaupt so ein Konzert bestreiten können, haben sie dem Vorarlberger Fagottisten Gilbert Hirtz zu verdanken, der für diese Besetzung arrangiert. Die originalen Kompositionen dafür halten sich in Grenzen. So aber wurden es vergnügliche 100 Minuten zwischen ernsten und unterhaltsamen Klängen.

Das einzige Originialwerk des Programmes war von Bernhard Crusell (1775 bis 1838). Dieser gebürtige Finne brachte es in Paris und dann in Stockholm als Klarinettist und Komponist zu Ansehen. Sein Trio stellt enorme technische Anforderungen, besonders im Finale mit rasenden Läufen an der Grenze des Spielbaren. Vor allem die Hornistin, die gebürtige Argentinierin Andrea Laprebende-Croce, beeindruckte durch ihre Virtuosität - und tat das auch noch in zwei anderen Werken: In drei Sätzen von Jaques Ibert übernahm sie die Oboenstimme (Klarinette und Fagott waren original). Und im Trio von Johann Joachim Quantz spielten sie und der Westallgäuer Klarinettist Frank Steckeler die Parts der zwei Querflöten, während das Fagott den Basso continuo intonierte. Man könnte hier beanstanden, dass beim Basso die Harmonien fehlten (von Cembalo oder Orgel) und dass ein Horn niemals die Legato-Linien der Flöte nachzeichnen kann, weil jeder Ton angestoßen werden muss. Doch statt solcher Federfuchserei anerkennen wir lieber den Mut und die Experimentierfreude dieser drei Musiker. Zugeschnitten hatten sie auch ein für drei Hörner geschriebenes Stück von Anton Reicha (1770- bis 1836). Aber auch in dieser Fassung kam der "Sturm und Drang" gut rüber.

 

Heitere Weltreise

 

Nach betörenden Klangbildern des deutsch-ungarischen Zeitgenossen Libor Sima, sinnlich-modern, ging "Quo Vadis" auf eine tänzerisch-heitere Weltreise und machte Station in Paris (Musette-Walzer), Spanien (Bolero), der Ukraine (ein schwungvoller Volkstanz) und Bayern (Zwiefacher). Als Zugabe ging es noch ins swingende Fach und rassig-melancholisch nach Venezuela.

Eine beschwingte, spannende Reise, die das Publikum verblüffte und bei Laune hielt. Denn wohin "Quo Vadis" tatsächlich gehen würde, das konnte man vorher nie wissen.

 


Sonntag, 12. Jänner 2020

17:00 Uhr

Lindenberg

Evangelisches Pfarrheim


2019


Sonntag, 14. April 2019

19:00 Uhr

Oberstaufen

Heilig-Geist-Kirche

 

Mut zur Exotik

Kammermusik Das neue Trio "Quo vadis?" stellt sich in Oberstaufen vor. Die Besetzung ist ungewöhnlich, aber apart.

von Rainer Schmid

Oberstaufen Klarinette, Fagott und Waldhorn - eine wirklich aparte Trio-Besetzung. Etwa so exotisch wie die Kombination der Herkunftsorte dieser drei mutigen Blas-Künstler: Oberstaufen, Dornbirn und - Buenos Aires. "Bayern ist der beste Platz!" strahlt die lockige junge Frau mit dem Horn namens Andrea Laprebende-Croce. Sie hat Argentinien, Brasilien und Karlsruhe hinter sich gelassen. Und gibt jetzt mit Klarinettenlehrer Frank Steckeler und Fagottist Gilbert Hirtz ein Konzert im Oberstaufner Heilig-Geist-Kirchlein.

Für Flöte, Oboe und Basso continuo hat Johan Joachim Quantz, Flötenlehrer König Friedrichs II., seine spätbarocke, galante Triosonate geschrieben. Aber schon bei diesem quirligen Intro-Stück des frischgebackenen Trios "Quo vadis?" zeigt sich, wie wacker und virtuos die ebenso quirlige Südamerikanerin mit dem schwierigsten aller Orchester-Instrumente umgeht. Anmutig-lustvolle Duette liefern sich da Klarinette und Horn, über dem sonor dahineilenden "Walking Bass" des Fagotts.

Beim Trio des Pariser Flöten- und Fagott-Virtuosen François Devienne um 1800 fungiert jedoch das Fagott bereits als drittes Melodie-Instrument - während Horn und Klarinette sich launige Echo-Bälle zuwerfen. Für drei Hörner war das Trio des tschechischen Beethoven-Zeitgenossen Anton Reiche eigentlich geschrieben - was der aufstrahlenden Melodieführung der Hornistin klar zugutekommt. Anders klingt es bei Jacques Iberts Oboen-Trio, das mit einem hupfigen Allegretto-Marsch endet.

"Wenn wir nicht alles so schnell spielen, wie's gehört, dann ist das nur wegen der Kirchenhall-Akustik", erklärt Hirtz dazu. Das stimmt einerseits. Andererseits gibt es aber auch natürliche Tempo-Grenzen beim Waldhorn, gerade wenn es Oboen-Parts spielen soll. Für Andrea Laprebende-Croce jedoch ist das alles machbar - auch und gerade bei den Tanzformen, die im zweiten Teil des Konzerts den Weg in die künstlerische Folklore öffnen: eine Musette, ein Bolero, ein paar Tangos erklingen in munterem Reigen.

"Wir würden gerne das Konzert ohne Applaus beenden, um alles offen zu lassen - quo vadis?", so kündigt Gilbert Hirtz die stimmungsvolle Schluss-"Air" des Ungarn-Deutschen Libor Sima an.


Sonntag, 20. Jänner 2019

10:30 Uhr

Heimenkirch

Alte Turnhalle

 

Wenn die Schlägel wirbeln

Konzert Lehrer und Lehrerinnen der Sing- und Musikschule Westallgäu stellen sich als Sänger und Instrumentalisten vor. Eine wagt ein Tänzchen.

von Karin Grunwald

Heimenkirch Ein ansprechendes Programm gestalteten Lehrerinnen und Lehrer der Sing- und Musikschule Westallgäu bei ihrem Konzert in Heimenkirch. Sie unterhielten ihre Gäste mit Instrumenten, Gesang und Tanz.

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Etwas Besonderes haben sich Frank Steckeler, Klarinette, Gilbert Hirtz, Fagott und Andrea Laprebende-Croce, Horn, ausgedacht, die auch als Trio "quo vadis" auftreten. Andrea Laprebende-Croce legte mit einer lebensgroßen Puppe in "Milonga quo peine canas" von Alberto Gomez einen fulminanten Tanz hin. Mit ihren leidenschaftlichen und schmachtenden Bewegungen begeisterte sie das Publikum. In "Musette" von Anselma Veit schlüpfte die Tänzerin wieder in ihre Rolle als Hornistin Laprebende-Croce und ließ gemeinsam mit ihren beiden Kollegen Pariser Flair aufkommen.

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2018


Sonntag, 9. Dezember 2018

11:00 Uhr

Simmerberg

Hof Surya


Sonntag, 18. November 2018

19:00 Uhr

Wangen im Allgäu

Hägeschmiede

 


Freitag, 9. November 2018

19:30 Uhr

Scheidegg

Evangelische Kirche

 

Reise durch Länder und Epochen

Konzert Das Trio "quo vadis" widmet sich mit Horn, Fagott und Klarinette einer großen Bandbreite an Musik. Auch unbekannte Komponisten und wenig vertraute Klangwelten stellt es vor.

von Karin Grunwald

Scheidegg Schon der Name des Ensembles ist Programm: "quo-vadis" - Wohin gehst du? Es wurde eine weite Reise, von Europa bis nach Neuseeland, sie führte musikalisch vom Barock über Klassik bis in die Moderne.

Das Trio mit Hornistin Andrea Laprebende-Croce aus Argentinien, dem Fagottisten Gilbert Hirtz aus Österreich und dem Westallgäuer Klarinettisten Frank Steckeler machte die zahlreichen Zuhörer in der evangelischen Auferstehungskirche Scheidegg mit unterschiedlichen Kulturen bekannt. Eine Triosonate von Georg Philipp Telemann versetzte die Gäste in einen Hausmusikkreis des Barock - auch wenn die Klangfarbe etwas spröde war. Dazu erklärte Gilbert Hirtz, der informativ und humorvoll durch das Programm führte, dass Musiker dieser Zeit mit den Instrumenten spielten, die gerade zur Verfügung standen, auch wenn die Stücke nicht für diese Besetzung komponiert wurden.

Die Kombination von Horn, Fagott und Klarinette eröffnet eine grobe Bandbreite musikalischer Ausdruckskraft. Dem aus Argentinien stammenden Tango verlieh das gefühlvoll aufspielende Trio Melancholie und Leidenschaft. Bei einem Bolero denken viele Menschen an Ravels berühmte Komposition mit ihrem gleichmäßigen Rhythmus. Der hier gespielte Bolero aber war vielseitiger und drückte das spanische Tanzgefühl sehr gut aus. Das Trio hatte  für diesen Abend meist unbekannte Komponisten ausgewählt, die aber gefällige Musik boten und sich vor

bekannten Komponisten nicht zu verstecken brauchten. Aus Liebe zu Frankreich komponierte etwa Anselma Veit eine Musette, mit der sie die Zuhörer in ein Café in Paris versetzte. Die Konzertpolka "Mein Teddybär" von Johann Wilhelm Ganglberger wurde laut Gilbert Hirtz nicht zum Tanzen komponiert, trotzdem hätten sicher viele Zuhörer gerne mitgetanzt, so lebendig interpretierte das Trio dieses Stück.

Bei dem "Trio in B" von Walter Goldschmidt warnte Hirtz die Zuhörer vor der gewöhnungsbedürftigen Musik. Sie hätten damit auch ihre Schwierigkeiten gehabt, räumte er ein, was sicher viele Zuhörer ebenso sahen.

Die drei Instrumente ergänzten sich beim Vortrag hervorragend: Manchmal übernahm das Horn die Führung, das Fagott bildete einen wunderbar dunklen Grundton, und die Klarinette konnte darüber glänzen. Dann wieder wechselte die Melodieführung zwischen den Instrumenten. Alle drei Musiker überzeugten mit hervorragendem Spiel und erhielten für dieses Konzerterlebnis langen Applaus vom Publikum.


Sonntag, 22. April 2018

10:30 Uhr

Heimenkirch

Alte Turnhalle